Dispersionsfarbe, was ist das?

Dispersionsfarben sind zumeist thixotrope Emulsionen aus verschiedenen Bindemitteln, Lösungsmitteln, Pigmenten,Additiven, Verzögerer, Verdicker und weiteren Bestandteilen. Im Eigentlichen kann man bei der Mehrzahl der „auf dem Markt“ befindlichen Produkte von Dispersionen sprechen.
Genau gesagt ist eine Dispersion ein heterogenes Gemisch aus mindestens zwei Stoffen die nicht ineinander löslich sind. Diese Definition trifft auf die große Mehrheit der am Markt befindlichen Farben und Lacke zu.
Fälschlicherweise werden häufig einfach nur die Maler-Wandfarben als Dispersionen bezeichnet und beschrieben. Im Fachhandel oder in Baumärkten findet man diese häufig unter den Begriff Binderfarben.
Auf der anderen Seite hört man leider fast nie von einer Dispersion im Bereich der Holzfarben und Lacke. Aber gerade in diesem Marktsegment sind diese in einer Vielzahl vertreten. Angefangen bei klassischen Holzfarben bis hin zu Speziallack in flüssiger Form. Nun heißt es in der Produktion aber nicht einfach „ werfe alles in den Kübel was du hast“, sondern es wird hier genauso definiert nach Rezept gearbeitet wie im Labor.
Häufig haben diese auch eine sogenannte Reifezeit / Standzeit. Das heißt, das erst nach einem vorab definierten Zeitraum eine Überprüfung von Qualität und Quantität machbar ist. Dies geschieht dann häufig durch Probennahme bei bereits eigelagerten Chargen. Grundsätzlich kann man also zu vielen Anstrichstoffen „Dispersionsfarbe“ sagen, im Detail unterscheiden sich diese aber häufig ganz enorm.
Da im allgemeinen Sprachgebrauch die handelsübliche Malerfarbe mit einer Dispersionsfarbe gemeint ist, wird diese „Malerfarbe“ hier näher betrachtet. Eine grobe Einteilung der Dispersionsfarben oder Malerfarben erfolgt nach der Art des Bindemittels.

Kunstharzdispersionsanstriche innen/aussen

Wenn man von Dispersionsfarbe spricht, ist in der Regel die Kunstharz- Dispersionsfarbe gemeint. Das Bindemittel bilden hier sehr häufig Acrylat und Polyvinylacetat.


Naturdispersionsanstriche

Sie gleichen in ihrer Anwendung den Kunstharz Dispersionsfarben, ihr Bindemittel ist jedoch natürlichen Ursprungs, die Kunstharze werden hier z.B. durch Leinöl, Rizinusöl ersetzt. Häufig wird auch bei den weiteren Inhaltsstoffen, auf natürliche Bestandteile mineralischen oder pflanzlichen Ursprungs zurückgegriffen. Das Titandioxid wird z.B. durch mineralische Pigmente ersetzt.

Eine Sonderform bildet die Dispersionssilikatfarbe. Sie bildet die ideale Kombination aus Dispersions- und Silikatfarben.

Vergleich von Malerfarben

 KunstharzdispersionsfarbeNaturdispersionsfarbeDispersionssilikatfarbe
Vorteile- Hohe Wasserfestigkeit
- Innen und außen einsetzbar
- Hohe Umweltverträglichkeit
- Leicht anwendbar
- Beständig gegen
Verunreinigungen
- Gut überstreichbarLuftfeuchte bis
85% c
- Weniger Staubränder an
Bildern, durch die
geringere statische
Aufladung
- Meistens Lösemittel und
Giftstofffrei
- Umweltschonend durch
Verzicht auf Erdöle
- Mineralische Farben
behalten ihre Farbkraft
über einen längeren
Zeitraum
- Resistenter gegen
Algenbewuchs durch hohe
Alkalität
- gleiche Vorteile wie
Dispersionsfarbe
Nachteile- Entfernung nur mit Lösemitteln
- Anfällig für Algenbewuchs
- Enthaltene Biozide können
allergische Reaktionen
begünstigen
- Weniger atmungsaktiv
(abhängig vom
Kunstharzanteil)
- Teurer durch geringere
Produktionszahlen
- Unangenehmer Geruch
nach dem Auftragen
- Naturöle können
vergilben
- Längere Trocknungszeit
- Verätzungsgefahr beim
Verarbeiten
- Teurer als die anderen
Farben


Bei der Auswahl der Farbe gibt es noch weitere Kriterien zu beachten. Wenn man in einem Baumarkt vor dem Farbregal steht, wundert man sich über die stark voneinander abweichenden Preise. Das kann natürlich schon mal mit dem Bindemittel zusammenhängen, aber auch Produkte mit dem gleichen Bindemittel können stark unterschiedliche Preise vorweisen. Einen Preisunterschied können die Nassabriebbeständigkeit und die Deckkraft ausmachen. Die Norm DIN EN 13300 teilt die Farben in unterschiedliche Klassen ein und ersetzt die alte DIN 53778 Die Deckkraft (Kontrastverhältnis) ist in 4 Klassen unterteilt und die Nassabriebbeständigkeit in 5 Klassen. Je kleiner die Zahl desto besser. Man sollte immer beide Kriterien beachten. Eine hohe Deckraft kann z.B. mit Füllstoffen als Ersatz für Weißpigmente erreicht werden, wobei die Nassabriebbeständigkeit verschlechtert wird. Des Weiteren sind in der DIN EN 13300 der Glanzgrad und die maximale Korngröße normiert.

Nassabriebbeständigkeit

Früher DIN 53778 / Neu = DIN EN 13300 
Klasse 1 = < als 5μm Abtrag bei 200 Hüben
ScheuerbeständigKlasse 2 = zwischen ≥ 5μm und < als 20μm bei 200 Hüben
WaschbeständigKlasse 3 = zwischen ≥ 20μm und < als 70μm bei 200 Hüben
Klasse 4 = < als 70 μm bei 40 Hüben
Klasse 5 = ≥ 70 μm bei 40 Hüben


Kontrastverhältnis/ Deckvermögen

Die Einteilung in die 4 Klassen erfolgt laut Hersteller über die Ergiebigkeit der Farben. Bei Kauf sollte man darauf achten, ob diese Angaben im Zusammenhang mit der DIN 13300 angegeben sind.

Klasse KontrastverhältnisErgiebigkeit laut Herstellerangabe
1Ab 7 m2 je Liter
25 - 7 m2 je Liter
3Diese Klasse ist nur auf dem preiswerten
Heimwerkermarkt zu finden!
4Diese Klasse ist nur auf dem preiswerten
Heimwerkermarkt zu finden!

Bestandteile Dispersionsfarbe:


Lösungsmittel
- häufig Wasser, bildet die Grundlage und verdunstet beim Trockenen

Pigmente / Farbstoffe
- sorgen für die Deckkraft der Farbe (häufig Titandioxyd)

Additive
- können z.B. die Mischbarkeit oder Trocknung beeinflussen

a. Konservierungsmittel
b. Verdickungsmittel
c. Entschäumer
c. Stabilisatoren
d. Weitere Lösungssmittel

Bindemittel
- bestimmen im wesentlichen die Eigenschaften der Farbe und werden häufig aus Mineralöl gewonnen.

Füllstoffe
- sind für Volumen und Konsistenz der Farbe verantwortlich (häufig Kreide, Silikate, Quarzmehl oder Talk)

Hinweis:

Die hier genannten Bestandteile können immer nur einen Auszug der Inhaltsstoffe darstellen, da es sonst zum einen den Rahmen hier sprengen würde und zum anderen Änderungen im Hinblick auf Produktformulierungen, Wettbewerb, Gesetzesanforderungen etc. gibt.


Auf welchen Untergründen Dispersionsfarbe anwenden?

Dispersionsfarbe kann auf vielen Untergründen angewendet werden. Diese Untergründe sind geeignet:

Holz

Putze (aussen und innen), (Aluminium, Eisen, Chrom, Blei, Kupfer, Magnesium, Nickel, Sieb, Titan usw.)
Metall
Beton
Glas
Kohlefaser
Folien
Kunstfaser
Acryl
Fliesen
Badkeramik
Pulverbeschichtungen
Emaille

Es gibt mit Sicherheit viele weitere Möglichkeiten, jedoch sind diese statistisch den Hauptgruppen zuzuordnen. Bitte die jeweiligen technischen Merkblätter der Hersteller beachten.


Breites Anwendungsspektrum bei Dispersionsfarben

Mittlerweile werden alleine in Deutschland, lt, verschiedenen Herstellern ( Stand 2017 ) über 1.000.000 Tonnen Dispersionsfarben abgesetzt. Durch diese riesige Menge an Farbe hat sich ein sehr hoher Stand der Technik ( in der Forschung & Entwicklung) etabliert, sodass man ein sehr breites Anwendungsspektrum bei eben diesen Dispersionsfarben hat. Genau das ist auch einer Gründe, warum immer mehr dieser Farbe abgesetzt und vom Verarbeiter eingesetzt wird. Gesetzliche Vorschriften ( z.B. VOC- Reduzierung etc.) tragen natürlich weiter dazu bei, dass diese Farben immer ökologischer werden. Mittlerweile ist das auch in den „ Formulier-Betrieben“ angekommen. Diese setzen zunehmend auf nachwachsende Rohstoffe in Ihrem Herstellungsprozess und beschleunigen damit den Absatz von Dispersionen noch weiter.


Damit verarbeitet man Dispersionsfarbe:

Vorbereitung ist das A und O! Nachdem die Farbe ausgesucht ist und der richtige Farbton gefunden wurde, kommt der nächste Schritt, die Verarbeitung. Es gibt viele Möglichkeiten die Farbe auf die Wand zu bekommen, jedoch muss die Qualität der Farbe das entsprechende Auftragverfahren zulassen. Nähere Informationen hierzu findet man auf dem Gebinde selber, oder beim Hersteller direkt.


Häufig benutztes Malerequipment zum Farbauftrag:

Pinsel

Rolle

Airless

Airmix

Büstentechnik

Schwamm (Wischtechnik)

Becherpistole

Druckerbecherpistole

usw.


Des weiteren können folgende Materialien benötigt werden:

Spachtel

Kreppband

Fugendichtstoff

Spachtelmasse

Vorsteichfarbe

Abdeckmaterial

usw.

Nachdem alles besorgt ist und die nicht zu streichenden Flächen gut abgedeckt bzw. abgeklebt sind, kann die Wand näher betrachtet werden.


Der Untergrund sollte:

- Sauber
- Trocken
- Staubfrei
- Tragfähig

sein. Unebenheiten, kleine Löcher, oder Risse sollten mit einer Spachtelmasse verputzt werden. Handelt es sich bei der Wand um eine poröse, sandende oder saugende Oberfläche, sollte mit einem Tiefengrund vorgestrichen werden, damit das Ergebnis nicht streifig oder fleckig wird.


Es ist grundsätzlich dazu zu raten sich bei der Verarbeitung von Farben zu schützen. Dies sind die wichtigsten Tipps zum Schutz beim Autragen von Farben (Dispersionsfarbe etc.).:

Handschuhe
Schutztextilien ( Hose, Anzug, Overall etc.)
Schutzbrille
Atemschutz ( je nach Produkt und Hersteller )
Sicherheitsschuhe
evtl. noch weitere Sicherheitsausrüstung

Diese Liste kann immer nur als Hinweis auf die Schutzmaßnahmen betrachtet werden. Für den umfänglichen Arbeitsschutz sind die technischen Merkblätter ( TM ) und Sicherheitsdatenblätter ( SIDA ) der jeweiligen Hersteller zu beachten und anzuwenden.





Solange die Farbe noch nass ist, geht dies in den meisten Fällen mit einfachen Leitungswasser. Nach Aushärtung und abhängig vom Untergrund kann man Dispersionsfarben mal mehr, mal weniger gut entfernen. Ist die Dispersionsfarbe ausgehärtet, besteht zumeist nur die Möglichkeit mit einer aufwendigeren Methode die Farbe wieder zu entfernen.

Holz ⇒ Abbeizen, Eisstrahlen und Abschleifen
Glas ⇒ Eisstrahlen und Abbeizen
Keramik ⇒ Einweichen, Abbeizen, Eisstrahlen
Kleidung ⇒ Auswaschen, Abwaschen, Spezialreiniger
Kunststoffe ⇒ Eisstrahlen und Abbeizen
Putz ⇒ Abbeizen, Abwaschen und Sanstrahlen

Diese Frage stellt sich wohl so ziemlich jedem Renovierer. Hier gibt es allerdings keine allzu großen Hürden. Restentleerte Gebinde, auch mit eingetrockneter Farbe lassen sich über unser Recycling-System einfach mit dem Hausmüll entsorgen. Die entsprechenden Angaben hierzu findet man häufig auf dem Gebinde selbst oder aber eben auf Anfrage beim Hersteller. Hingegen sind Gebinde mit Inhalt ( mengenunabhängig ) häufig nur als „ Sondermüll“ über die örtlichen Entsorgungsstellen zu entsorgen. Hierbei sollten Sie sich im Vorfeld informieren, wo sich die nächstgelegenen Sammelstellen oder Wertstoffhöfe in Ihrer nähe befinden. Wenn es in Ihrer nähe keine solche Sammelstelle gibt, so haben Sie meist die Möglichkeit über den ortsansässigen Entsorger in Erfahrung zu bringen, wo und wann eine Sondermüllabfuhr stattfindet. Bevor Sie jedoch Ihre gesamten Dispersionsfarben zur Entsorgung geben, sollten Sie sich noch einmal Gedanken darüber machen, ob nicht doch in naher Zukunft Ausbesserungsarbeiten an Wänden, Tapeten etc. stattfinden sollen und genau dieser Farbton dafür gebraucht wird.


Die Aufteilung der Dispersionen ist wie folgt:

Außenbereich 29% / Innenbereich 64 % / andere Bereiche 7%
Im Jahr 2017 wurden Umsätze in Höhe von ca. 2,2 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet.
In Deutschland wurden auch 2017 über 1,0 Millionen Tonnen abgesetzt.

Diese Daten stammen aus eigener Recherche.



1. Über das Portal www.lackieren-lassen.com können diverse Farben angefragt werden.
2. Im gut sortierten Fachhandel / Malerfachhandel
3. Im Baumarkt
4. Beim Maler direkt
5. Im Internet

1. EN 13300 Nassabriebbeständigkeit
2. DIN EN 71-3
3. DIN EN 71-4
4. DIN EN 71-5
5. DIN EN 71-7
6. DIN 68861 Teil 1B und weitere
7. IMO Resolution
8. Blauer Engel
9. DIN 4102
10. DIN 53160

Natürlich gibt es noch weitere Normungen. Gerade im Bereich der Speziallacke gibt es noch viele weitere Prüfungen oder erweiterte Kriterienkataloge.

Für viele Anwender ist besonders der „Blaue Engel“ eine wichtiges Entscheidungskriterium für den Kauf einer Innenwandfarbe. Es handelt sich hierbei um Farben nach RAL UZ 12a (Schadstoffarme Lacke) oder RAL UZ 102 (Emissionsarme Innenwandfarben). Dieses Umweltzeichen wird von mehreren Institutionen getragen und wird regelmäßig überarbeitet.


FAQ- Was unsere Leser am häufigsten zur Dispersionsfarbe wissen wollen :

1Was ist die beste Dispersionsfarbe ?
Es ist keine Pauschalisierung möglich. Je nach Anwendungszweck, Untergrund, Beständigkeit, Prüfnormen etc. muss im Einzelfall entschieden werden. Nur nach einem Prüfkriterium zu werten erscheint uns nicht wirklich sinnvoll.
2Dispersionsfarbe Angebot?
Mittelweile ist das Angebot riesig geworden. Je nach Anwendungszweck sollte man sich mehrere Angebote einholen. Manche Firmen sind sogar bereit, Muster zur Verfügung zu stellen. Dies sollte man dann auch annehmen und testen.
3Gibt es Anti Schimmel Dispersionsfarbe ?
Ja gibt es. Diese sind über verschiedene Zusammensetzungen bereits recht lange im Markt. Unsere persönliche aber unmaßgebliche Meinung hierzu ist, das bereits in der Vorauswahl auf einen hohen alkalischen PH-Wert geachtet werden sollte. Kalk-Systeme haben schließlich über Jahrzehnte sehr gute Resultate gebracht ( Tierzucht, Keller, Innenwände) und weisen selten Schimmelbefall auf. Hier haben wir uns mit einem Ortsansässigen Wasserschadensanierer / Schimmelsanierer (www.wasserschadensanierung-schroeder.de) in einer Expertenrunde ausgetauscht und sehr ähnliche Antworten bekommen. Wer sich davon überzeugen will, kann gerne ein Beratungstermin vereinbaren.
4Dispersionsfarbe auf Glas. Hält das?
Ja und nein. Es gibt hierfür Spezialsysteme im Bereich 1K und 2K. Wir haben bei einem unserer Kunden vor Ort gesehen, das es mittlerweile sogar Additiv-Systeme gibt, mit denen man Betoneffekte auf Glas nachstellen kann. Fa. Remmers hat diese im Programm. Man sollte sich dafür aber den Experten zur Seite holen. Die meisten Systeme sind für die Spritzapplikation ausgelobt.
5Dispersionsfarbe auf Lack, funktioniert das?
Dazu sollte man wissen, welcher „Lack“ auf dem vorhanden Untergrund verwendet wurde. Danach kann man den Hersteller kontaktieren und nach einer Alternative für dieses Vorhaben fragen. Bei Verwendung anderer Hersteller kommt es zumeist zum Gewährleistungsausschluß von Seiten der Hersteller. Grundsätzlich gilt auch hier: immer erst eine Probefläche anlegen und die Verträglichkeit zum Untergrund prüfen. Erst nach Durchtrocknung der Dispersion die Oberfläche bewerten und ggf. weiter streichen, rollen oder lackieren .
6Hält Dispersionsfarbe auf Lehmfarbe?
Dazu sollte man wissen, welche Lehmfarbe auf dem vorhanden Untergrund verwendet wurde. Danach kann man den Hersteller kontaktieren und nach einer Alternative für dieses Vorhaben fragen. Bei Verwendung anderer Hersteller kommt es zumeist zum Gewährleistungsausschluß von Seiten der Hersteller. Grundsätzlich gilt auch hier: immer erst eine Probefläche anlegen und die Verträglichkeit zum Untergrund prüfen. Erst nach Durchtrocknung der Dispersionsfarbe die Oberfläche bewerten und ggf. weiter streichen, rollen oder lackieren
7Hält Dispersionsfarbe auch auf OSB Platten?
Ja, natürlich gibt es Dispersionsfarben die auf OSB-Platten halten. Hier muss dann je nach Anwendung ( z.B Innenbereich oder Aussenbereich ) unterschieden werden und die Farbe mit der entsprechenden Zulassung für diesen Bereich gewählt werden. Hört sich erstmal kompliziert an, ist es aber nicht. Jeder Farbenberater sollte dafür eine Lösung für Sie parat haben. Sie dürfen uns auch gerne direkt ansprechen.
8Gibt es Dispersionsfarbe für Allergiker?
Ja, die gibt es. Mittlerweile auch von verschiedenen Herstellern. Diese sind seit Jahren auch fester Bestandteil im Farbenmarkt. Immer mehr klassische Bindemittel und Füllstoffe werden heute gegen Ökologische Bindemittel und Füllstoffe ausgetauscht um dem Allergiker hier auch in der gewohnten Vielfalt des Marktes gerecht zu werden. Häufig werden im Herstellungsprozess Konservierungsmittel und Biozide beigefügt um einen Bakterienbefall bereits im Gebinde zu verhindern und die Oberfläche z.B. vor Algenbefall zu schützen. Als Allergiker sollten Sie jedoch genau darauf achten, welche dieses Biozide, Co-Biozide und Konservierer hier eingesetzt werden. Die entsprechenden Bezeichnungen und Mengen sollten im Sicherheitsdatenblatt des Produktes auftauchen.
9Farbe für Badezimmer?
Ja, die gibt es natürlich auch. Meist sind diese Produkte mit anderen Eigenschaften ( z.B. angepasster Sd-Wert ) ausgestattet. Lassen sich aber in den meisten Fällen genauso verwenden wie klassische Dispersionen.
10Gibt es Dispersionsfarbe für Feuchträume?
Ja, die gibt es natürlich auch. Meist sind diese Produkte mit anderen Eigenschaften ( z.B. angepasster Sd-Wert ) ausgestattet. Lassen sich aber in den meisten Fällen genauso verwenden wie klassische Dispersionen.
11Gibt es spezielle Dispersionsfarben für Garagen?
Ja, auch die gibt es. Es kommt hier auf den Anwendungsbereich an. Soll ein Garagenboden mit einer Dispersion ausgestattet werden, so hat man hier ganz andere Ansprüche an die Eigenschaften als z.B. für eine Garagenwand oder Decke. Das Spektrum hierfür ist unglaublich groß und kann nicht in ein paar „kurzen Sätzen“ beschrieben werden.Wenn es um Bodenbeschichtungen geht, sollte man sich an einen wirklich guten Fachberater wenden. Unsere Erfahrungen mit der Fa. Remmers sind hier sehr gut, da dort für jeden Bereich der passende Ingenieur oder Fachberater zur Seite steht. Evtl. müssen bei einem solchen Vorhaben noch Bohrproben etc. genommen werden und zur Analyse eingesendet werden.
12Dispersionsfarbe auf Holz, geht das?
Ja, natürlich. Vor einiger Zeit wurden wir einmal auf einen Artikel aufmerksam, der unter der folgenden Überschrift Stand: Dispersionsfarbe auf Holz, ist das eine gute Idee ? Wir möchten gerne mit den Vorurteilen aus diesem Artikel aufräumen. In dem genannten Bericht standen folgende Dinge: 1.Die durchgehärtete Oberfläche soll nicht so glatt sein wie ein Lack. unser Antwort: Das stimmt so nicht. Hier kommt es ganz klar auf die verwendete Dispersion und den Untergrund ( Holzart, Faseraufstellung, Quellverhalten usw.) an. 2. Bei einem stark saugenden Untergrund soll die Trocknung zu schnelll / forciert sein: Unsere Antwort: Das kann man nicht pauschalisieren. Die Lackentwicklung tut alles dafür einen guten Verlauf der Farbe an der Oberfläche zu bekommen, somit werden auch Verzögerer eingesetzt, die diesen Effekt vermindern. 3. Mit zähflüssigen Lacken setzt man die Maserung des Holzes zu: Unsere Antwort: Nein. Wahrscheinlich sollte hiermit ein Medium Solid oder High Solid Produkt gemeint sein, aber definitiv nicht pauschal einfach die Dispersion.
13Dispersionsfarbe für Keller, geht das?
Ja, wobei wir hier immer den Blick auf einen hohen PH-Wert legen, da Kellerräume oft nicht bewohnt sind und dadurch das Lüftungsverhalten oft vernachlässigt wird oder eben auch falsch gelüftet wird. Hierbei entstehen häufig hohe Luftfeuchtigkeiten und es würde bei „Standarddispersionen“ eben schneller zur Schimmelbildung kommen. Deswegen ist unsere Empfehlung in Richtung einer Silikatfarbe zu schauen da diese häufig hoch alkalisch sind.
14Ist Dispersionsfarbe luftdurchlässig?
Ja. Im Grunde sind die heutigen Dispersionen natürlich mit Ausnahmen mit einem guten oder zumindest akzeptablen SD-Wert ( Dieser Wert steht für den Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Baustoffes in Beziehung zur Luft.) ausgestattet. Je nach Auftragsmenge der Farbe wird die Oberfläche aber zunehmend „geschlossener“. Wenn man also 17x ein Stück Holz mit einer Farbe streicht, kann der angegebene SD-Wert des Produktes natürlich nicht mehr Gehalten werden.
15Dispersionsfarbe in matt oder glänzend?
Das ist wirklich reine Geschmacksache.
16Kann man eingetrocknete Dispersionsfarbe wieder verflüssigen?
Nein, lassen Sie dieses Experiment bitte einfach bleiben. Da wir meist mit oxidativen Systemen arbeiten, sind die Bestandteile bereits ausreagiert und somit trocken.
17Benötigt man eine spezielle Grundierung für Dispersionsfarben?
Ja und Nein. Hier ist das gewählte System ausschlaggebend. Diese variieren von Hersteller zu Hersteller.
18Welche Düse ist für Dispersionsfarbe geeignet ?
Hier kann man leider auch nicht pauschal Antworten. Zuerst sollte geklärt werden, mir welchem Spritzverfahren im welchem Bereich der Farben ( Innenlack, Beizen, Fensterlack, Malerdispersionen etc. ) gearbeitet wird. Je nach Flächengröße sollte dann unter Becherpistole oder Pumpe ( Membran oder Kolben ) entschieden werden. Die Düsengröße an sich ist absolut Produkt bezogen und kann „ von- bis „ sein.

WAS KOSTET EIN MALER?

Was kostet ein Maler? Wenn man weiß, wie die Preisgestalltung der Maler funktioniert, dann ist diese Frage relativ leicht zu beantworten. Die Kosten für einen Maler gestalten sich nach Stundensatz oder Quadratmeterpreis. Mit der genannten Wohnfläche kann der Maler leider wenig anfangen. Daher ist es immer ratsam, die Quadratmeter der zu streichenden Fläche auszumessen. Zu den Kosten des Malers kommt das

Material. Soll der Maler seine Farbe selber mitbringen oder wird die Farbe gestellt. Ein weiterer Faktor für die Kosten eines Malers ist der Anfahrtsweg. Dieser Anfahrtsweg wird normalerweise nach Kilometern berechnet.

Nach Kalkulation aller Preisfaktoren erhalten Sie den zu zahlenden Betrag der Kosten eines Malers.
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