Auf welchen Untergründen Dünnschichtlasuren anwenden?

Auf Holz werden Dünnschichtlasuren meistens im Aussenbereich angewendet. Diese sind lösemittelhaltig.


Die Anwendung von Dünnschichtlasuren:

Holz ist vergänglich und hat im Freien viele Feinde: Wasser, UV-Strahlung, Insekten, Pilze und Bakterien. Die zerstörerische Kraft dieser Umwelteinflüsse ist allerdings stark davon abhängig, welches Holz (Holzart und Beschaffenheit) gewählt wurde und wie es verbaut wurde. So sind Hölzer in verschiedene Dauerhaftigkeitsklassen (DK 1 bis 5, wobei die Klasse 1 „sehr dauerhaft“ und die Klasse 5 „nicht dauerhaft“ ist) unterteilt. Vor allem die Holzarten die in Klasse 5 eingeteilt werden, müssten mit einer Dünnschichtlasur (häufig auch als Holzschutzlasur bezeichnet) behandelt werden.

Dauerhaftig-
keitsklasse 1
Dauerhaftig-
keitsklasse 2
Dauerhaftig-
keitsklasse 3
Dauerhaftig-
keitsklasse 4
Dauerhaftig-
keitsklasse 5
sehr dauerhaftdauerhaftmäßig dauerhaftwenig dauerhaftnicht dauerhaft
Afzelia
Bilinga
Brillantnuss
Cumaru
Greenheart
Makore
Moabi
Padouk
Asiat. Tea
Thermoholz (z.B. Esche, Buche, Kiefer)
Edelkastanie
Western Red Cedar
Bubinga
Bongossi
Mahagoni
Thermoholz ( z.B. Esche, Buche, Kiefer)
Bangkirai (Yellow Balau, Shorea
Stiel- oder Traubeneiche
Amerikanische Weiß- Eiche
(Sibirische Lärche)
Nootka- Scheinzypresse (Yellow Cedar)
Pech-Kiefer
Niangon
Kiefer
Europäische Lärche
Douglasie
Robinie (Splintholz)
Bangkirai (Yellow Balau, Shorea
Stiel- oder Traubeneiche
(Sibirische Lärche)
Nootka- Scheinzypresse (Yellow Cedar)
Tanne
Fichte
Okume
Ulme
Roteiche
Yellow Meranti
Kiefer
Europäische Lärche
Douglasie
Robinie (Splintholz)
Bangkirai (Yellow Balau, Shorea
Stiel- oder Traubeneiche
(Sibirische Lärche)
Nootka- Scheinzypresse (Yellow Cedar)
Ahorn
Birke
Buche
Kiefer
Europäische Lärche
Douglasie
Robinie (Splintholz)
Erle
Esche
Linde
White Meranti
Rosskastanie
Bangkirai (Yellow Balau, Shorea
Stiel- oder Traubeneiche
(Sibirische Lärche)
Nootka- Scheinzypresse (Yellow Cedar)
Holzlasuren schützen natürlich auch ohne chemische Holzschutzmittel das Holz z.B. vor schädlicher Sonneneinstrahlung (UV-Licht). Vor UV-Strahlung schützen die in der Lasur enthaltenen Pigmente. Farblose Lasuren bieten daher in der Regel keinen UV-Schutz (Eine Ausnahme bilden neuartige, farblose Lasuren, die mit einem sogenannten UV-Blocker ausgestattet sind ). Viele gängigen Dünnschichtlasuren enthalten chemische Holzschutzmittel. Man spricht hier sehr häufig von Holzschutzlasuren. Sie werden also mit verschiedensten Fungiziden, Herbiziden, Insektiziden (Biozide)…ausgestattet, die durch die Beschaffenheit der DSL tief in das Holz eindringen können.


Damit verarbeitet man eine Dünnschichtlasur:

Streichen (Tauchen, Fluten, Spritzen nur für gewerbliche Verarbeiter)


1. Vor Gebrauch das Etikett und die Produktinformation lesen. 2. Verarbeitungsbedingungen überprüfen ( z.B. Material-, Umgebungs- und Untergrundtemperatur, Luftfeuchte…)
3. Entsprechende persönliche Schutzausrüstung wählen.
4. Unbehandelte Holzoberfläche in Faserrichtung anschleifen ( Altanstriche ggf. entfernen)
5. Schleifreste gründlich abbürsten
6. Austretende Holzinhaltsstoffe z.B. Harze, Harzgallen… entfernen ( evtl. mit Nitroverdünnung reinigen)
7. Farbe mit einem Lasurpinsel in Faserrichtung auftragen. Nach ausreichender Trockenzeit ist meistens ein 2. Anstrich nötig.
8. Durch Anlegen von Probeflächen ist die Verträglichkeit, Haftung und der Farbton mit dem Untergrund zu prüfen. (Beim Überstreichen mit anderen Beschichtungsstoffen ist eine Überprüfung der Anstrichhaftung zu empfehlen).

usw.


Man beachte:

- Bei jedem Lasurauftrag intensiviert sich der Farbton und erhöht sich der Glanz.

- Niedrige Temperaturen, geringer Luftwechsel und hohe Luftfeuchtigkeit führen zu Trocknungsverzögerungen.

- Trotz grifftrockener Oberfläche können schwerer flüchtige Lösungsmittel über mehrere Tage eine klamme Haptik beim Anfassen der Oberfläche erzeugen! Diese Eigenschaft stellt in den meisten Fällen keinen Mangel dar! -Durch größtmöglichen Luftwechsel wird die Verdunstung dieser Lösungsmittel beschleunigt.
Neben diesen einfachen Anweisungen bieten die Praxismerkblätter (Technische Merkblätter) des Herstellers einen tieferen Einblick in die Verarbeitung und weisen auf Details des jeweiligen Produktes hin. Das BFS Merkblatt Nr. 18 (Link) (Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich) informiert umfassend über den Werkstoff Holz, Untergrundprüfungen und Beschichtungsaufbauten – sowohl für maßhaltige als auch begrenzt maßhaltige und nicht maßhaltige Holzbauteile. Es werden die technischen Regeln für die Beschichtung aller Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen im Hochbau berücksichtigt und erläutert.


Zu einer angemessenen Schutzausrüstung sollten immer Handschuhe, Schutzbrille und die entsprechende Schutzleidung (Hose, Anzug, Overall, etc.) gehören. Auch kann ein Atemschutz je nach Produkt und Hersteller von Nöten sein.

Handschuhe
Schutztextilien ( Hose, Anzug, Overall etc.)
Schutzbrille
Atemschutz ( je nach Produkt und Hersteller )
Sicherheitsschuhe
evtl. noch weitere Sicherheitsausrüstung

Diese Liste kann immer nur als Hinweis auf die Schutzmaßnahmen betrachtet werden. Für den umfänglichen Arbeitsschutz sind die technischen Merkblätter (TM) und die Sicherheitsdatenblätter (SIDA) der jeweiligen Hersteller zu beachten und anzuwenden. Bei der Arbeit nicht essen, trinken und rauchen. Es ist wichtig die Schutzausrüstung entsprechend der gewählten Lasur zu wählen.


Leider nur schwer, da sie sehr tief ins Holz eindringen können. In den meisten Fällen hilft nur grundieren und wieder überstreichen. Allerdings kann man das Holz natürlich auch bis auf die rohe Holzfläche abschleifen oder es mit dem Eisstrahlverfahren versuchen.


Diese Frage stellt sich wohl so ziemlich jedem Renovierer. Hier gibt es allerdings keine allzu großen Hürden. Restentleerte Gebinde, auch mit eingetrockneter Farbe lassen sich über unser Recycling-System einfach mit dem Hausmüll entsorgen. Die entsprechenden Angaben hierzu findet man häufig auf dem Gebinde selbst oder aber eben auf Anfrage beim Hersteller. Hingegen sind Gebinde mit Inhalt ( mengenunabhängig ) häufig nur als „ Sondermüll“ über die örtlichen Entsorgungsstellen zu entsorgen. Hierbei sollten Sie sich im Vorfeld informieren, wo sich die nächstgelegenen Sammelstellen oder Wertstoffhöfe in Ihrer nähe befinden. Wenn es in Ihrer nähe keine solche Sammelstelle gibt, so haben Sie meist die Möglichkeit über den ortsansässigen Entsorger in Erfahrung zu bringen, wo und wann eine Sondermüllabfuhr stattfindet. Bevor Sie jedoch Ihre gesamten Dünnschichtlasuren zur Entsorgung geben, sollten Sie sich noch einmal Gedanken darüber machen, ob nicht doch in naher Zukunft Ausbesserungsarbeiten an Holzwänden, Zäunen etc. stattfinden sollen und genau dieser Farbton dafür gebraucht wird.


Hier ein Link, der ein einfach tolles Bild und Textmaterial bietet!

Hier geht es zum Link Langzeittest


1. Öle
2. Imprägnierlasuren
3. Dickschichtlasuren


1. Über das Portal www.lackieren-lassen.com können diverse Farben angefragt werden.
2. Im gut sortierten Fachhandel / Malerfachhandel
3. Im Baumarkt
4. Beim Maler direkt
5. Im Internet

Blauer Engel

Dies ist nur ein kleiner Auszug, natürlich gibt es noch weitere Normungen!