Wer eine schöne Lackoberfläche erzielen möchte, muss einige Dinge beachten. Wer aber weiß worauf es ankommt, der wird garantiert mit einem schönen Ergebnis belohnt! Der erste Weg bei einem neuen Projekt, geht meistens in den Baumarkt. Hier angekommen geht es direkt in die Farbenabteilung. Da stehen sie jetzt, die nicht enden wollenden Regale mit den unterschiedlichsten Farben der unterschiedlichen Hersteller und die vielen Fragen.


Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Lacke hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und verarbeitungstechnischen Eigenschaften wie z.B. die Konsistenz. Grundsätzlich werden die Lacke in zwei Gruppen eingeteilt. Acryllacke und Kunstharzlacke (teilweise auch Alkydharzlacke genannt) sind zwei organische Produkte, die sowohl aus natürlichen, wie auch aus petrochemischen Inhaltsstoffen bestehen können.

Acryllacke

(meistens Reinacrylate, styrolisierte Acrylate, PU-Acrylate und Alkyd- Acrylat- Hybridsysteme) sind überwiegend auf Wasserbasis.

Kunstharzlacke

(Alkyde und Spezialalkyde) enthalten als Lösungsmittel häufig leicht flüchtige, organische Lösungsmittel.

 Acryllack (wasserbasiert)Kunstharzlack (lösemittelhaltig)
Vorteile- Geruchsarm
- Relativ schnell Staubtrocken
- Vergilbungsarm
- Einfache Verarbeitung
- Werkzeugreinigung solange der Lack noch
nicht trocken ist mit Wasser möglich
- Wetterbeständig
- Umweltfreundlich (häufig mit dem „Blauer
Engel“ Symbol gekennzeichent)
- Wasserverdünnbar
- Gute Offenzeit
- Guter Verlauf
- Hohe Füllkraft
- Gutes Standvermögen
- Starke und kratzfeste Oberfläche für
hohe Beanspruchung
- Geringe Thermoplastizität
Nachteile- häufig geringere Blockfestigkeit
- Schlechterer Verlauf
- Schlechte Deckkraft auf Wasserflecken
- Langes Durchtrocknen
- Oberfläche ist nicht so beanspruchbar wie
beim Kunstharzlack (kann mit einem
Polyurethan (PU)- Anteil widerstandsfähiger
werden)
- Werkzeugreinigung
- Probleme bei Hitze
- Stärkere Vergilbung
- Flexibilität nimmt bei Alterung ab
- Riecht noch lange nach dem
ausdünstenden Lösungsmittel
- Braucht lange bis die Oberfläche trocken ist (was auch ein Vorteil sein kann!)


Lacke wollen sorgfältig ausgewählt sein, denn es gibt sie für den Innen- und Aussenbereich, DIY oder Profibereich, für maßhaltige, begrenzt maßhaltige, nicht maßhaltige Holzteile (nach DIN 927) und natürlich auch für andere Untergründe als Holz. Es können auch Zink, Stahl, Kunststo ff und Eisen lackiert werden. Dieser Ratgeber befasst sich nur mit dem lackieren von Holz.

Um die Lacke besser beurteilen zu können, gibt es einige DIN- Normen, die man zur Hilfe nehmen kann, um die eigenen Ansprüche besser zu filtern.

Hier eine kleine Auswahl an DIN- Normen: DIN- Norm zur Beurteilung der Nutzungseigenschaften Oberflächenempfindlichkeit DIN 68 861-4 Abriebfestigkeit DIN 68 861-2 Gelbwert DIN 6167, Hellvergilbung und Dunkelvergilbung Glanzgrad DIN 67 530 Dehnbarkeit Rili 10, 03/99 (Rili = Rosenheimer Richtlinie) Pendelhärte DIN EN ISO 15 22 Haftung: Gitterschnitt DIN EN ISO 2409, Andreaskreuz Haftung: Gitterschnitt auf Altanstrich DIN EN ISO 2409, Andreaskreuz Verblockung Rili 6, 03/99

DIN- Normen zur Beurteilung der Schutzeigenschaften Wasserschutzzahl EDIN EN 927-5 Feuchteschutz Rili 1, 03/99 Freibewitterung DIN 53 166 Blistertest DIN EN ISO 6270-1 Prüfung auf Altanstrich: Blistertest DIN EN ISO 6270-1 Chemikalienbeständigkeit DIN 68 861-1

DIN- Normen zur Beurteilung der Verarbeitungfähigkeit Verlauf Erichsen Rakel Ablauf Erichsen Rakel Mindestverarbeitungstemperatur DIN 53 778-1 Deckfähigkeit ISO 6504-3

Kleine Auswahl der im Baumarkt erhältlichen Lacke:

Küchenlack Küchenfronten werden häufig mit einer speziellen Grundierung und den neuen Hybridlacken gestrichen die die Vorteile und Stärken der PU- Acryl und Alkydharzlacken in sich vereinen. Diese Hybridlacke sind wasserbasiert und dadurch gesundheits- und umweltschonend, sehr robust und trocknen schnell.

Dachrinnen-Lack Meist handelt es sich hierbei um einen lösemittelhaltigen Speziallack auf PVC- Basis, für Untergründe wie Alu, Eisen oder Hart-PVC und Zink. Die Beschichtungen weisen eine sehr gute Haftfestigkeit auf und widerstehen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Frost oder starken Temperaturschwankungen.

Fenster-Lack für Holzfenster Hier gibt es viele unterschiedliche Qualitäten. Eine gute Möglichkeit bilden die sogenannten Ventilacke. Diese Fensterlacke sind ventilierend, also o ff enporig und di ff usionsfähig. Sie bilden eine hochdeckende Lackschicht, die feuchtigkeitsregulierend wirkt.

Heizkörper-Lack Diese Lacke sind großenTemperaturschwankungen ausgesetzt. Normale nicht hitzebeständige Lacke könnten sich aufgrund der Hitzeentwicklung verfärben, oder schädliche Dämpfe absondern. Gute Lacke sind bis zu 180°C hitzebeständig.

OSB-Lack OSB- Platten wurden einst in Amerika als Seitenprodukt entwickelt und werden jetzt auch in Deutschland immer beliebter. Das Problem ist die saugfähige und unebene Oberfläche. Um diese Flächen leichter reinigen zu können, d.h. sie glatter zu machen, gibt es den OSB- Lack.

Ofen-Lack Für alle Oberflächen die mit extremer Hitze konfrontiert werden, müssen spezielle Lacke verwendet werden. Sie werden in unterschiedliche Hitzeklassen eingeteilt (teilweise bis 1800°C) . Sobald der Lack durchgetrocknet ist, wird die lackierte Fläche erhitzt, wobei der Lack sich einbrennt.

Tafel-Lack Ein Tafellack macht aus einer glatten z.B. Holzoberfläche eine mit Kreide beschreibbare Holzoberfläche, die wieder abwaschbar ist. Die Oberfläche ist leicht rau, sodass die Kreide an der senkrechten Fläche hält.

Hammerschlag-Lack Der Lack dient dem Metall als Schutz gegenüber Rost. Nach dem Trocknen ist eine strukturierte Oberfläche zu erkennen, die aussieht als ob sie mit vielen Hammerschlägen bearbeitet wurde.


Lackieren mit dem Pinsel

Diese Möglichkeit ist wohl die für jeden bekannteste Auftragsart. Das streichen hat den Vorteil, praktisch überall ausgeführt werden zu können. Das Lackmaterial wird weitgehend ausgenutzt und der Abfall hält sich in Grenzen.


Lackieren mit der Rolle/ Lackwalze

Das Lackieren mit der Rolle ist sozusagen eine Weiterentwicklung des Lackieren mit dem Pinsel. Mit etwas Übung kann man auch mit der Rolle sehr schöne Ergebnisse erzielen. Diese Methode eignet sich vor allem für große, glatte Flächen.


Lackieren mit der Sprühdose

Kleinere Flächen lassen sich auch mit der Sprühdose lackieren. Es kann ohne Zusatzmaterial wie Pinsel und Lackierwanne losgelegt werden.Dadurch werden auch Pinselstreifen und Borsten vom Pinsel auf der Oberfläche vermieden. Wichtig ist hier die Umgebung gründlich abzukleben und vielleicht vor dem eigentlichen Sprühobjekt eine kleine Probefläche anzulegen. Wichtig: immer in gut gelüfteten Räumen oder im Freien arbeiten und wenn möglich einen Atemschutz tragen. Erst schütteln dann sprühen!!! Es sollten stets 20-30 cm Abstand vom Objekt gehalten werden dabei am besten im Kreuzgang lackieren (waagerecht und von unten nach oben).


Sprühsystem

Es gibt viele unterschiedliche Sprühsysteme, die alle ihre spezifischen Vor- bzw. Nachteile haben. Auch hier wird kein Pinsel mehr benötigt der tropft sowie Streifen und Borsten hinterläßt. Farbsprühsysteme eignen sich besonders für große Flächen und entlasten die Arme durch weniger Muskeleinsatz.



Gängige Spritz-/ Sprühsysteme:

Konventionelle
Farbspritz-pistole
HVLP-Spritzpistole
(High Volume Low
Pressure)
LVLP- Spritzpistole
(Low Volume Low
Pressure)
Airless
Spritzpistole
Airless
Spritzpistole
Das zu
verarbeitende
Material wird mit
sehr hohen
Luftdruck (ca.2,5-4
bar) zerstäubt
Niederdruck-
verfahren (max 0,7
bar)
Weiterentwicklung
der HVLP- Technik
Gesenkter
Luftverbrauch
Lackieren ohne
Druckluft-
zerstäubung.
Hydraulischer
Druck (50-250 bar)
Lackieren ohne
Druckluft-
zerstäubung.
Hydraulischer
Druck (50-250 bar)
Je kleiner die
Tröpfchen, desto
höher der
Materialverlust
durch Spritznebel
Benötigt hohes
Luftvolumen- somit
auch großen
Kompressor
Weniger feine
Zerstäubung und
Randzonen-
bildung
Weniger feine
Zerstäubung und
Randzonen-
bildung
Geringe
Flächenleistung
Gröbere
Zerstäubung
Kein transluzentes
beizen oder
patinieren möglich
Kein transluzentes
beizen oder
patinieren möglich
Nur für Materialien
mit geringem
Festkörperanteil
geeignet
Hochviskoses
Material muss
verdünnt werden
Keine
Auftragsmengen-
regulation
Keine
Auftragsmengen-
regulation
Langsamere
Verarbeitungs-
geschwindigkeit
Hohe UnfallgefahrHohe Unfallgefahr
Teure, aufwendige
Apparaturen
Relativ hoher
Reinigungs-
aufwand
Hoher
Düsenverschleiß
Sehr feine
Zerstäubung und
dadurch sehr gute
Oberflächenqualität
Einsparung an
Lack durch geringe
Sprühnebelbildung
(System mit der
höchsten Material-
übertragungsrate)
Geringer
Lackverbrauch
durch weniger
Sprühnebel
Kleinere Tröpfchen
und dadurch
bessere Oberfläche
Gut auf das zu
beschichtende
Objekt einstellbar
Geringer
Energieverbrauch
Keine
Bläschenbildung
auf der
Lackoberfläche
(durch den Verzicht
auf Druckluft)
Weichere
Randzonen und
fließendere
Übergänge
Auch für
Kleinstmengen
geeignet
Geringe
Entsorgungskosten
Schnelle
Lackierung großer
Flächen
Wenig Sprühnebel
Dünnflüssige
Materialien lassen
sich gut verarbeiten
Für Kleinstmengen
geeignet
Leichte
Handhabung der
Spritze
Regelung der
Auftragsmenge
möglich
Preiswertes SystemAuch für
„schwierige“
Spritz-
Bedingungen
geeignet
Lackentnahme aus
Originalgebinde
möglich
Auch für Material
mit hohem
Festkörperanteil
geeignet
Gute
Verarbeitbarkeit
von dünnflüssigem
Material


Des Weiteren gibt es noch die Heißspritztechnik und das elektrostatische Spritzen. Für den DIY- Bereich kommen jedoch nur die Konventionellen Geräte und die Airless- Geräte zum Einsatz.

Lackrolle
- wenn möglich waagerecht liegend lackieren, für besseren Farbverlauf (Farbe kann besser auseinander fließen).

- abkleben von nicht zu streichenden Flächen.

- Wenn möglich das Objekt so platzieren, dass die Kanten frei schweben.

- Probefläche anlegen!

- Erst einmal längs mit satt Farbe, dann zweimal quer und ohne weitere Farbe zur Holzfaser überlappend und zügig arbeiten. Dann wieder, ebenfalls ohne Farbe längs streichen, wobei der Druck auf die Rolle jetzt nur noch minimal ist.

- Für gute Lackergebnisse werden mindestens 3 Lackschichten empfohlen. Die Trockenzeiten je Auftrag müssen genau eingehalten werden.

- Es ist wichtig möglichst beidseitig zu lackieren (nicht sichtbare Flächen mit zumindest einer Lackschicht), damit sich die Holzplatte nicht verzieht.

- Nach dem Auftrag einer Lackschicht stellen sich die Holzfasern auf und vor der nächsten Schicht sollte ein Zwischenschli ff erfolgen. Gerne wird hier ein Schleifpapier mit einer 240er Körnung genommen.

- Der zweite Anstrich sollte mit Farbe quer zur Maserrichtung gestartet werden und dann längs zur Maserung ohne Druck ausrollen.

- Dritter Anstrich

- Trocknung

Pinsel
- bei Flächen wir in einer Ecke begonnen und sich dann abschnittsweise vorgearbeitet

- Bei profilierten Flächen sollten zuerst die tiefen Stellen lackiert werden. Am besten wird in der Mitte begonnen und sich langsam nach aussen vorgearbeitet.

- Bei mehreren Farben immer mit der hellen Farbe beginnen und dann immer dunkler werden, damit Patzer mit der dunkleren Farbe abgedeckt werden können.

- Lack zuerst in eine Richtung auftragen und anschließend diagonal verstreichen. Zum Schluß in Maserrichtung die Lackschicht in langen und gleichmäßigen Pinselbewegungen ausstreichen. Spritze/ Sprühdose

- Das wichtigste zuerst!!! Beim Spritzen/ Sprühen nie auf einer Stelle verharren!

- Die Umgebung und alle Flächen die nicht farblich gestaltet werden, müssen sehr penibel abgeklebt werden.

- Man fängt neben dem Objekt an zu spritzen, führt den Sprühstrahl in gleichmäßigen Pendelbewegungen über das Objekt und endet wieder neben dem Objekt.

- Das Pendeln sollte vorher an einem nicht benötigten Gegenstand geübt werden.


A. Der perfekte Untergrund
Egal womit und wie später lackiert werden soll, ohne den perfekten Untergrund, kann auch das Ergebnis nie perfekt werden. Dellen und Kerben werden zunächst mit einem Lackspachtel gefüllt und glatt abgezogen. Hier muss man darauf achten im gleichen „Lösemittelsystem“ zu bleiben, um ein späteres Abplatzen der Farbe an den gespachtelten Flächen zu verhindern. Acrylspachtel für Acrylanstriche Ölspachtel für Kunstharzlackanstriche - Trockenzeit beachten!-

Alte, tragfähige Lacke müssen, um dem neuen Anstrich einen guten Halt zu bieten angeraut werden. Die besten Ergebnisse erzielt man mit einem Schleifpapier mit einer 100er Körnung. Sehr feine Zerstäubung und dadurch sehr gute Oberflächenqualität . Gut auf das zu beschichtende Objekt einstellbar Auch für Kleinstmengen geeignet Dünnflüssige Materialien lassen sich gut verarbeiten Preiswertes System Einsparung an Lack durch geringe Sprühnebelbildung (System mit der höchsten Material- übertragungsrate) Geringer Energieverbrauch Geringe Entsorgungskosten Für Kleinstmengen geeignet Auch für „schwierige“ Spritz- Bedingungen geeignet Gute Verarbeitbarkeit von dünnflüssigem Material Geringer Lackverbrauch durch weniger Sprühnebel Keine Bläschenbildung auf der Lackoberfläche (durch den Verzicht auf Druckluft) Schnelle Lackierung großer Flächen Leichte Handhabung der Spritze Lackentnahme aus Originalgebinde möglich Kleinere Tröpfchen und dadurch bessere Oberfläche Weichere Randzonen und fließendere Übergänge Wenig Sprühnebel Regelung der Auftragsmenge möglich Auch für Material mit hohem Festkörperanteil geeignet Dieser Vorgang ist jedoch nicht endlos wiederholbar. Irgendwann muss auch der komplette Lack entfernt werden, um weiterhin schöne Ergebnisse zu erzielen. In der Regel sollten nach dem dritten Renovierungsanstrich die alten Lackschichten entfernt werden, oder schon vorher, wenn der Lack nicht mehr in Takt ist und schon abplatzt.

Womit man schleift (Bandschleifgerät, Exenterschleifer, Schwingschleifer oder mit dem Schleifklotz von Hand) hängt vom Objekt ab. Manchmal ist der Einsatz von Chemie empfehlenswert (Abbeizer/Anlauger). Vor allem bei Oberflächen die profiliert sind, gerät man mit dem Schleifgerät schnell an seine Grenzen. Zierliche Rundungen und filigrane Verzierungen sind sogar mit der Hand kaum, oder nur mit sehr viel Geduld zu meistern. Hier ist es deutlich kraft- und nervenschonender den Abbeizer zu benutzen. In vielen Fällen ist eine Kombination aus schleifen und abbeizen ratsam. Für große, glatte Flächen kann das Schleifgerät benutzt werden und für die Filigranarbeit schließlich der Abbeizer. Der Abbeizer wird so etwas sparsamer eingesetzt, und zusätzlich wird die Umwelt geschont!

Unbehandeltes Holz sollte längs zur Maserung geschli ff en werden. Es können sich sonnst sehr schnell Querriefen bilden, die nachher deutlich zu sehen sind.

Last but not least muss der Schleifstaub sehr gründlich entfernt werden. Hierfür eignet sich ein fusselfreies, feuchtes Tuch am besten. Nach entsprechender Trockenzeit kann mit den nächsten Schritten begonnen werden. Die in der Werbung angepriesenen Staubfangtücher sind hierfür übrigens nicht geeignet. Sie können einen feinen Wachsfilm hinterlassen, auf dem der Lack nicht so gut haftet.

Vor dem Lackieren ist es ratsam eine Grundierung aufzutragen. Sie soll die Saugfähigkeit der Untergründe mindern, oder egalisieren und natürlich dem Folgeanstrich einen sicheren Halt geben. Eine häufig unterschätzte Funktion der Grundierung ist die Reststaubbindung.

Bei einigen Hölzern können spezielle Inhaltssto ff ewie (z.B. Harze der Kiefer oder bestimmte Inhaltssto ff e der Eiche) einen Sperrgrund erforderlich machen.

Ist der Untergrund soweit vorbereitet, sollte eine kleine Probefläche angelegt werden, um den Lack und seine Fließeigenschaften besser einschätzen zu können. Eventuell kann der Lack nach Herstellerangaben verdünnt werden, damit die Pinselstriche nicht mehr sichtbar sind, bzw. besser verlaufen.

B. Der ideale Arbeitsplatz
Der Arbeitsplatz sollte möglichst staubfrei und windstill sein, damit der Staub sich nicht auf der Lackschicht festsetzt und man wieder von vorne anfangen muss. Die Temperatur muss auch im Blick behalten werden. Die Verarbeitungstemperatur laut Herstellerangabe darf weder unter- noch überschritten werden. Ideal wäre auch, wenn man die zu lackierenden Teile in eine komfortablen Arbeitshöhe legen kann und anschließend noch genügend Platz zum Trockenen hat (kann etwas mehr Zeit brauchen!). Wenn man zu Hause keinen Platz für Lackierprojekte hat, gibt es auch Werkstätten zum selber lackieren. Meistens wollen die Kunden nur ihre Autos lackieren, aber warum nicht auch mal für Türen anfragen!?

C. Der Weg zur schönen Lackoberfläche
Benötigtes Material und Werkzeug für das anzuwendende Auftragsverfahren

Lackier-
system
Benötigtes WerkzeugZusätzliches Material
Pinsel
(vor allem für
kleine
Flächen
ratsam)
Pinsel mit Synthetik- Borsten für Acryllacke
Pinsel mit Naturborsten für Kunstharzlacke
Spachtelmasse
Isolierfüller für entspr. Lacksystem
Reiniger für Silicon und Fett
Lackwanne mit Farbabstreifer (evtl. mit
Wechseleinsätzen)
Schleifklotz oder elektrisches Schleifgerät
Schleifpapier
Staubtücher
Rührstab zum Lack aufzurühren
Farbmischbehälter
Abklebeband
Abklebefolie
RolleSchaumwalzen für Kunstharzlacke
Flockwalzen für Acryllacke
Bügelroller (gibt es in vielen
unterschiedlichen Größen!)
Zusätzliche Pinsel s.o.
Spachtelmasse
Isolierfüller für entspr. Lacksystem
Reiniger für Silicon und Fett
Lackwanne mit Farbabstreifer (evtl. mit
Wechseleinsätzen)
Schleifklotz oder elektrisches Schleifgerät
Schleifpapier
Staubtücher
Rührstab zum Lack aufzurühren
Farbmischbehälter
Abklebeband
Abklebefolie
SpraydoseSpraydoseAbklebeband
Abklebefolie
Schleifklotz oder elektrisches Schleifgerät
Schleifpapier
Staubtücher
SprühsystemLackierpistoleAbklebeband
Abklebefolie
Schleifklotz oder elektrisches Schleifgerät
Schleifpapier
Staubtücher
Lackierer


Qualität zahlt sich bei Material und Werkzeug aus. Häufig wirkt sich die Qualität des eingesetzten Werkzeugs positiv auf die benötigte Arbeitszeit und das Ergebnis aus. Einfaches Abklebeband kann z.B. schneller reißen oder nicht richtig haften, einfache Pinsel verlieren ihre Borsten, Schleifpapier verliert schnell die Körnung und mit einem Schleifgerät ohne ausreichend Drehmoment wird nur wenig alte Farbe abgetragen.


Nachdem unter Umständen schon viel Geld für Lack und Arbeitsmaterial ausgegeben wurde, sollte bei der Schutzausrüstung nicht gespart werden. Handschuhe aus Latex oder Nitril schützen die Haut, lassen aber auch genügend „Gefühl“ zu, um damit feine Arbeiten ausführen zu können. Eine Atemmaske gehört bei Lackierarbieten (vor allem mit Lösemitteln) auch dazu und bei den Schleifarbeiten ist zumindest eine Staubmaske angebracht. Ebenso gehört eine Schutzbrille mit zur Schutzausrüstung.


Hier kann man nicht alle Lacke/ Lackreste über einen Kamm scheren. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte nimmt sich das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Produktes zur Hand. Hier wird genau beschrieben, wie der Lack entsorgt werden kann. Im Allgemeinen kann man sagen, dass alle noch nicht fest gewordenen Lacke bei Schadsto ff Sammelstellen (z.B. Schadsto ff mobil, oder Wertsto ff höfe) abgegeben werden müssen. Lösemittelfreie Lacke können nach dem Durchtrocknen über den Hausmüll und die Behälter im Gelben Sack entsorgt werden. Lösemittelhaltige Lacke können nur als Schadsto ff entsorgt werden. Soll die Dose für einen späteren Einsatz gelagert werden, ist es wichtig den Deckel fest zu verschließen und wenn möglich die Dose auf den Kopf zu stellen. Sind nur kleine Reste aus einem großen Gebinde übrig geblieben, kann man diese Reste in Gläser mit Schraubdeckel umfüllen und gut beschriften!


Neben Vollholz gibt es auch andere im Handel befindliche Holzprodukte. Plattenwerkstoffe im Holzbereich werden aufgrund einiger bautechnischer Vorteile und teilweise niedrigeren Kosten immer beliebter. Vor allem aus dem Innenausbau sind sie nicht mehr wegzudenken. Zum lackieren dieser Plattenwerkstoffe können andere Vorarbeiten anfallen.

Grundsätzlich unterscheidet man 5 Holzwerkstoffe:

- Werkstoffe auf Vollholzbasis

- Furnierwerkstoffe

- Spanwerkstoffe

- Faserwerkstoffe

- Verbundwerkstoffe

Wenn man weiß worauf es ankommt, kann man theoretisch alles lackieren.


- die Rollwanne in einen Sack (z.B. Frischhaltebeutel) geben und den Lack über den Sack eingießen. Nach dem Gebrauch kann der Sack abgezogen werden und die Rollwanne muss nicht extra gereinigt werden.

- Wenn möglich, die zerlegten Einzelteile waagrecht liegend lackieren. Das hat den Vorteil, dass der Lackfilm satter auftragen werden kann und gleichmäßiger auseinander fließen kann.

- Probelackierung auf einer unbedeutenden oder nicht sichtbaren Fläche anlegen.

- Klebestreifen- Trick anwenden. Hierzu wird ein Klebestreifen quer über eine Dose geklebt. Der eingetauchte Pinsel läßt sich an diesem Klebestreifen abstreifen. Der Dosenrand bleibt sauber und läßt sich wieder luftdicht verschließen.

- Pinsel luftdicht verpacken. In Lackierpausen kann der Pinsel z.B. in Frischhaltefolie eingepackt werden und kann nach der Pause sofort wieder eingesetzt werden.

- Lack vor Benutzung gründlich aufrühren. Für einen perfekten Anstrich sollte sowohl die Grundierung als auch den Lack einmal vorher mit dem Rührholz sorgfältig aufrührt werden. So können sich am Boden der Dose abgesetzte Pigmente und Füllstoffe wieder gleichmäßig verteilen und ihre Wirkung voll entfalten.

- Nach jedem Anschleifen muss der Staub wieder gründlich entfernt werden!


WAS KOSTET EIN MALER UND LACKIERER?

Kosten Lackierer:
Auch hier gilt:“ Gute, qualitativ hochwertige Arbeit hat ihren Preis“! Wer auf Nummer sicher gehen will und die Auswahl der Farbe, die richtige und saubere Verarbeitung dem Profi überlassen möchte, muss die Preise vergleichen und sich Angebote einholen.


Kosten DIY:
Auch hier gibt es einige Faktoren die die Kosten variieren lassen. Wie schon erwähnt gibt es sehr viele unterschiedliche Lacke hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Einsatzzwecke. Natürlich gibt es auch sehr viele unterschiedliche Preise. Hat man den Lack gefunden, der für den gedachten Einsatzzweck geeignet ist. Sollte hier nicht am falschen Ende gespart werden. Qualität hat nun mal ihren Preis. Das Ergebnis soll schließlich lange halten und schön aussehen! Wichtig: sollen größere Flächen lackiert werden, sollte der Verbrauch im Vorfeld berechnet werden. Auf diese Weise werden Farbabweichungen durch unterschiedliche Chargen vermieden. Das eingesetzte Werkzeug und Material, wenn es denn neu angescha ff t werden muss (oder geliehen), kann die Projektkosten ebenfalls unerwartet in die Höhe treiben. Das einzige was hier nicht in die Berechnung fällt ist die eingesetzte Zeit.

 

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